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Der langersehnte Pfingstlehrgang in Oldenbug war vom 08. bis zum 10. Juni 2019. Um die 120 verschiedene Kendo nahmen daran teil. Zusammen wurde viel trainiert, dazugelernt und auch herzlich gelacht.

Beim diesjährigem Pfingstlehrgang lag das Augenmerk vor allem auf unserem Issoku-Itto-no-Mai, dem sogenannten „Ein-Schritt-ein-Schlag Abstand“ und auch auf die richtige Fußarbeit.
Beides ist im Kendo sehr wichtig. Stimmt der Abstand nicht, werden die Schläge nicht präzise und würden im schlimmsten Fall sogar misslingen. Ohne eine einwandfreie Fußarbeit, ist der Kämpfer nicht flink genug.

Als besondere Gäste hatten wir aus Japan
– Herrn Takeshi Ishii (8. Dan Kyoshi, Bundestrainer 2001, Tokyo Budo-kan),
– Herrn Toshiro Sakata (8. Dan Kyoshi, Tokyo Metropolitan Police)
– Herrn Koichi Takehara (7. Dan Kyoshi)

und auch aus Deutschland
– Detlef Viebranz (7. Dan Kyoshi),
– René Führen (7. Dan Renshi),
– Mitsuyoshi Aoki (7. Dan)

Da das so gut passte, wurden wir Kendoka, abhängig von unseren derzeitigen Graduierungen, in drei Trainingsgruppen aufgeteilt.

Unser Trainingsplan
Unser Trainingsplan mit japanischer Version und einem Pausenplan

Als 5.Kyu-Trägerin war ich bei der sehr lustigen Gruppe von Herrn Takehara-sensei dabei. Das Training war ziemlich anstrengend, aber dafür sehr gut.
Zu Beginn saßen wir aber alle erst einmal in einer gemütlichen Runde zusammen. Herr Takehara-sensei wollte uns ein wenig näher kennenlernen und war sehr aufmerksam. Unsere Gruppe lachte viel bei den Gesprächen. Er konnte gut mit den vielen Kindern umgehen.

Am anstrengendsten war für die meisten ungeschlagen das Kubon-Geiko, wo wir vorsichtig eingeführt wurden. Dieser bestand bei uns etwas ummodifiziert aus
1. 20sec Keiko
2. 20sec Men-Uchikomi
3. 20sec Kote-Men
4. 20sec abwechselnd Men-Taiatari-Hiki Men und Kote-Men-Taiatari-Hiki Do
5. 20sec Kakari-Geiko
6. 20sec. Kirikaeshi

Normalerweise„, sagte Takehara-sensei, „macht man alle Runden eine Minute lang.“ Das war für uns ungewohnten Anfänger ein Schock, denn bereits 20 Sekunden waren ziemlich schweißtreibend. Letztendlich war das aber eine wundervolle Trainingsmöglichkeit, weil man bei einer Übung sowohl die „normalen Schläge“ wie Men und Kote-Men wiederholen konnte, als auch die Techniken (z.B. Hiki-Do) und Kakari-Geiko. Diese vielseitige Aufgaben halfen auch ungemein bei dem Ausbau der Ausdauer.

Herr Takehara-sensei erzählte uns, dass er früher auch bereits von Ishii-sensei unterrichtet worden war und er eine große Respektperson für ihn ist. Außerdem ist er sehr stolz auf seinen eigenen Sohn, der im Kendo so agil sei, dass er unglaublich weit bei seinen Schlägen springen könne. (Bei dem Punkt ermutigte er auch uns jungen Menschen, weiter zu springen, so lange wir das beim Kendo noch können.) Zum Kubon-Geiko erzählte er, er habe früher als Kind immer 30min durchhalten müssen.

„Das war anstrengend, aber auch gut. Gerade deshalb ist Kendo auch so spaßig: Es ist schwer.
Man muss sehr viel üben.“
– Takehara-sensei

Außer dem Kubon-Geiko hielten wir uns noch mit der Kihon-Kata fit. Immerhin gab es am 3ten Abend viele Prüfungen! Am letzten Tag wurden die drei Trainingsgruppen zusammengefügt und wir haben gemeinsam weitertrainiert.

Wir waren da!
obere Reihe von links: Daniel, Ralf, Sebastian und Silke
untere Reihe von links: Nhi (ich), Tobias, Jiaxi und Nick

„Lass uns bald wieder zusammen Kendo machen!“
– Takehara-sensei

Meinungen unserer Mitglieder zum Lehrgang:

Nhi: Es ist so vieles beim Pfingstlehrgang passiert, man hat so viel gelernt und Spaß gehabt, dass ich gar nicht alles aufschreiben kann. (Der Beiträg wäre dann viel zu lang.) Aber es war so wunderbar, dass ich den Pfingstlehrgang als eines meiner schönsten bisherigen Kendomomente empfinde. Dass so viele vom eigenen Verein dabei waren, war toll.

Nick: Besonders schön fand ich, dass man mal mit japanischen Meistern trainieren konnte. Man bekommt dann schon ein wenig mit, wie das in Japan gelebt wird. Das gibt dem ganzen Sport hier nochmal einen höheren Wert. Außerdem kann man sich mal mit einem größeren Teilnehmerfeld vergleichen, was einem die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten erleichtert/ diese verbessert.
Davon mal abgesehen, dass dort alle super nett sind 😉

Jiaxi: Ich finde es ist eine gute Chance, sich selbst zu prüfen. Ich wusste gar nicht, dass ich eine so starke Willenskraft habe. Außerdem kann ich auch viel von anderen lernen. Mit so vielen Leuten zusammen Kendo zu machen, ist einfach spannend. 😆

Link zur Ausschreibung: https://dkenb.de/wp-content/uploads/2019/02/Ausschreibung_Pfingstlehrgang_2019-.pdf

3. Oldenburger Pfingstlehrgang (8-10. Juni 2019)
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